Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in einem am Donnerstag in Kopenhagen veröffentlichten Bericht auf die europaweit sehr unterschiedliche Versorgung von psychisch kranken Menschen aufmerksam gemacht. Während beispielsweise in der Schweiz auf 100 000 Einwohner 30 Psychiater kämen, seien es in Albanien drei und in der Türkei sogar nur einer. Im Durchschnitt aller 41 untersuchten europäischen Länder liegt die Quote bei neun Psychiatern je 100 000 Einwohnern.
Unterschiedlich ist dem Bericht zufolge auch die Bettenanzahl in der Psychiatrie. Während in Albanien und in der Türkei, aber auch in reichen Ländern wie Großbritannien und Italien, nur sehr wenige Krankenhausbetten zur Verfügung stehen, sind Frankreich, Deutschland, Belgien und die Niederlande gut ausgestattet. Diese Länder verfügen demnach auch über zusätzliche wohnortnahe Einrichtungen.
Die WHO kritisierte die zum Teil « schockierenden » Zustände in der Psychiatrie. Diesbezüglich bleibe noch viel zu tun, heißt es in dem Bericht. Allerdings müsse auch die Ausbildung von fachkundigem Personal verbessert werden.











