Drei Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele sind in Peking gestern drei neue U-Bahn-Linien eröffnet worden. Die hochmodernen Linien schaffen Anbindungen an den im Februar eingeweihten Riesen-Terminal des Pekinger Flughafens und das Olympia-Stadion. Die Zahl der U-Bahn-Linien, deren Streckennetz durch die Investition von umgerechnet rund zwei Milliarden Euro nun eine Länge von 200 Kilometer umfasst, erhöht sich durch die Neueröffnung auf acht. Die Linie zum Olympiapark soll während der Sommerspiele hauptsächlich Athleten, Verantwortlichen, Journalisten und Ticket-Besitzern zur Verfügung stehen.
Die Chinesen hätten sich beim Bau der neuen Linien für die « neueste Technologie » entschieden, sagte der in China lebende Siemens-Manager Dieter Michell-Auli, dessen Konzern Systeme für die Signaltechnik nach Peking geliefert hat. Sie seien deshalb « viel fortschrittlicher » als ein Großteil der europäischen Linien. Das Ticket für die Linie zum Flughafen ist mit 25 Yuan (mehr als zwei Euro) zehn Mal so teuer wie eine einfache Fahrt im restlichen Streckennetz.
Auf die U-Bahn sind die Einwohner der Metropole von heute an besonders angewiesen : Dann setzt die Stadt ein Verkehrssystem in Kraft, das angesichts der hohen Luftverschmutzung zahlreiche der 3,3 Millionen Fahrzeuge von den Straßen verbannen soll. Öffentliche Bahnen und Busse sollen dann nach Angaben der Verkehrsbehörde von vier Millionen Menschen mehr genutzt werden. Die Umweltmaßnahmen waren vor einem Jahr getestet worden.











