Trauertag für alle Freunde guter Küche : Der Gründer eines der ältesten französischen Drei-Sterne-Restaurants, Paul Haeberlin, ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Wie sein Sohn Marc sagte, starb sein Vater gestern an den Folgen einer Krankheit. Der französische Restaurantführer Michelin verleiht Haeberlins « L’Auberge de l’Ill » im elsässischen Illhaeusern nun schon seit 41 Jahren in Folge drei seiner begehrten Sterne. Paul Haeberlin eröffnete das Restaurant mit traditioneller und moderner elsässischer Küche gemeinsam mit seinem Bruder Jean-Pierre im Jahre 1950. Bereits zwei Jahre später gab es den ersten Michelin-Stern, 1957 den zweiten, 1967 folgte der dritte. Am 17. September 2007 überreichte Paul Bocuse dem Sternekoch Marc Haeberlin in Illhaeusern das Kreuz der Ehrenlegion. In dem Restaurant der Haeberlins haben eigentlich in 150 Jahren vier Generationen von Köchen gewirkt. Frédéric, der Großvater von Marc, ist dort geboren (1888), ebenso wie Marcs Vater und sein Onkel (Paul, 1923, und Jean-Pierre, 1925). Im Zuge des Einmarschs der deutschen Armee wurde das Restaurant, das damals noch den Namen « L’Arbre vert » trug, 1940 zerstört. 1950 wurde es wiederaufgebaut.
Zu den Spezialitäten des Lokals am Ufer der Ill, das regelmäßig von Staatschefs und gekrönten Häuptern aufgesucht wird, gehören heute gefüllte Wachteln, glasierte Stockente und Brioche mit Foie Gras. Auf der Karte von Marc Haeberlin findet man auch die legendären Gerichte, die den Ruhm seines Vaters begründet haben, insbesondere die Mousseline de grenouilles « Paul Haeberlin ».











