Angesichts andauernder Angriffe auf israelische Ziele verstärkt Palästinenserpräsident Mahmud Abbas seine Bemühungen um eine Waffenruhe in Nahost. Gestern wollte er sich mit Vertretern des Islamischen Dschihad und anderer bewaffneter Palästinensergruppen treffen. Bereits am Dienstag beriet er mit der radikalen Hamas-Bewegung. Um weitere Anschläge zu verhindern, sollen bis zum Wochenende palästinensische Sicherheitskräfte am Übergang zwischen dem Gazastreifen und Israel postiert werden. Die Regierung von Ariel Scharon beriet ebenfalls über Möglichkeiten zur Verhinderung anti-israelischer Angriffe. Der Generalstab der Armee legte dazu drei « Operationspläne » vor. Ungeachtet von Abbas'Forderungen nach Gewaltverzicht griffen gestern zwei Palästinenser in der Nähe des Grenzpostens Karni zwischen Israel und dem Gazastreifen israelische Soldaten mit einer Granate an. Nach Armeeangaben eröffneten die Soldaten das Feuer und trafen die Palästinenser. Auch an anderen Stellen des Gazastreifens kam es zu Zusammenstößen zwischen bewaffneten Palästinensern und israelischen Soldaten. Am Dienstagabend hat ein Hamas-Selbstmordattentäter nahe der jüdischen Siedlung Gusch Katif im südlichen Gazastreifen einen Agenten des israelischen Inlandsgeheimdiensts Schin Beth getötet und verletzte acht weitere Geheimdienstmitarbeiter und Militärs.











