Im Gegensatz zur Deutschen Bahn AG will die französische Staatsbahn SNCF ihre Fahrkarten wegen der höheren Ölpreise nicht verteuern. Die steigenden Rohölpreise mit ihren Auswirkungen auf Flug- und Autoverkehr seien für die Bahn « eher vorteilhaft », sagte gestern die Leiterin der SNCF-Sparte Voyages France Europe, Mireille Faugère, in Paris. In den Planungen der SNCF seien zudem die ebenfalls steigenden Strompreise bereits einkalkuliert gewesen. « Vor dem für uns vorteilhaften Wettbewerbs-Hintergrund wollen wir den Verkehr ausbauen », sagte Faugère. Daher habe sich die SNCF gegen Preiserhöhungen entschieden. Mit einem an frühzeitige Buchung gebundenen Billigtarif von 20 Euro auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke Paris-Marseille wurde ein erheblicher Zuwachs der Fahrgastzahlen zwischen der Hauptstadt und dem Mittelmeer erreicht. Die Deutsche Bahn hatte vergangene Woche Preiserhöhungen von durchschnittlich 3,1 Prozent im Fernverkehr der zweiten Klasse zum 12. Dezember angekündigt.











